Bindung
der freien
Schaffensfreude an
die begrenzte Welt
der musikalischen
Tonbildung
Natürliches
Verlangen
des kreativen
Musikhörers nach
vollständiger Befreiung seiner
innersten Schaffenskraft
Das Lebenslicht
der Wahrheit in
der Musik
Beim
wahren
Tonschöpfer überwiegt die Liebe
zum Menschen
gegenüber der
Liebe zur Musik
Die Tradition der
Musikschöpfer
Wenn wir nun im Zustand höchster musikalischer Erfülltheit unser leuchtendes Auge in die begrenzten Musikwelten der Sequenzen, der Motive und der Töne versenken, da bemerken wir in unserer inneren, strahlenden Erfülltheit einen ganz unauffälligen Schatten von Unerfülltheit.
Und wir erkennen, daß dieser winzige Schatten an Unerfülltheit mit unserem persönlichen Hinausschauen in die begrenzte Musikwelt zusammenhängt daß dieses Hinausblicken eine ganz geringe Bindung unserer freien musikalischen Schaffensfreude an die begrenzte Welt der musikalischen Tonbildung mit sich bringt.
Deshalb wollen wir unseren Blick wieder zurückziehen und nur noch weiter unverändert auf das vollkommene musikalische Kräftefeld der Harmonie gerichtet halten.
Denn diese absolute Musikwelt allein garantiert uns ungetrübte Erfüllung.
Unser Wunsch, auch noch die geringsten Schwächungen unseres vollkommenen Musikerlebens auszuschalten, entspringt unserem natürlichen innersten Verlangen nach einer vollständigen Befreiung unserer innersten Schaffenskraft.
Doch da bemerken wir, daß mit dem Zurückziehen unserer Aufmerksamkeit aus dem relativen musikalischen Erkenntnisprozeß auch alles Leben in dieser begrenzten Welt der Musik versinkt.
Und wenn wir uns nun den neuen Musikhörer vergegenwärtigen, welcher noch am Beginn seines relativen musikalischen Erkenntnisweges steht, und wenn wir uns vorstellen, wie mit diesem unserem Rückzug aus den relativen musikalischen Erkenntnisfeldern für den Hörer auch das letzte Licht der tatsächlichen musikalischen Erkenntnis erlischt, da entscheiden wir uns aus freiem Entschluß für den erkennenwollenden Musikhörer.
Und so belassen wir unsere Aufmerksamkeit von der absoluten Musikebene der Harmonie her weiterhin in den relativen Kräftefeldern des musikalischen Erkenntnisprozesses, auch wenn wir dadurch unsere eigene persönliche vollständige Musikerfüllung um einen winzigen Grad verringern.
Jetzt entscheiden wir zugunsten eines inneren Verlangens nach Befreiung, welches wir in jedem Musikhörer vorhanden wissen.
Dieses urmenschliche Verlangen nach Befreiung war es ja auch, welches uns selbst einmal auf den Pfad der musikalischen Erkenntnisgewinnung berief, uns dort festhielt und uns unbeirrt den musikalischen Erkenntnisprozeß durchlaufen ließ.
Der Erfolg wurde uns aber nur deshalb ermöglicht, weil einmal vorher ein anderer ehemaliger Musikhörer und jetzt Musikschaffender innerhalb des absoluten musikalischen Kräftefeldes der Harmonie frei entschieden hatte, seine eigene Aufmerksamkeit für uns in den relativen musikalischen Kräftefeldern zu halten, um uns selbst so den Erkenntnisweg in die Unendlichkeit der Harmonie zu leuchten.
Und hier stehen wir in der Geburtsstunde eines Tonschöpfers eines Musikschaffenden.