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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Die persönliche
Erkenntnis von
Ursprung und Ziel
aller Musik

 

Die
Musikwissenschaft auf dem Wege zur
Musik

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ausbildungs-
programm zum
Tonschöpfer

 

Zur Urquelle
der Tonkunst

 

 


Persönlicher
Einblick in die
Schaffenssphäre unserer großen
Klassiker

 

 

 

 

 

 

 

 



Kosmische Macht
in der Tiefe unserer
Gewissensfelder




 


Selbsterkenntnis
als Tor zur
allmächtigen Schöpferkraft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 



Persönlicher
Einblick in das
Feld kosmischen
Denkens

Authentische Erfahrung des
wahrhaft ersten
musikalischen Gedankens

Einblick in die Grundlage
der Tonkunst



Im Zu­stand ru­he­vol­ler Wach­heit er­kennt der Ton­schöp­fer sein Ich­be­wußt­sein als den Ur­sprung und das Ziel al­ler Mu­sik. Aus ih­rem Ich­be­wußt­sein her­aus ent­fal­te­ten und ent­fal­ten al­le gro­ßen Ton­dich­ter ih­re un­sterb­li­chen Mu­sik­schöp­fun­gen – und zum Ich­be­wußt­sein des Hö­rers stre­ben die­se auch wie­der hin.

Ei­ne fun­dier­te Mu­sik­wis­sen­schaft kann sich folg­lich nur auf die sys­te­ma­ti­sche Er­for­schung un­se­res Ich­be­wußt­seins grün­den.

Nur so kon­zen­triert sie sich auf den re­a­len Ur­sprung und auf das wah­re Ziel der Ton­kunst – auf den wirk­li­chen, schöp­fe­ri­schen Ur­sprung der Mu­sik im Ton­schöp­fer selbst und auf das ho­he, kos­mi­sche Ziel der Mu­sik in je­dem Mu­sik­lieb­ha­ber.

„Der Geist ist all­um­fas­send. Der Geist ist die schöp­fe­ri­sche Ener­gie des Kos­mos, die mensch­li­che See­le ist sich ih­rer Kräf­te erst be­wußt, wenn sie vom Geist er­leuch­tet wird. Um sich zu ent­wi­ckeln und zu wach­sen, muß des­halb der Mensch erst ler­nen, wie er sei­ne ei­ge­nen see­li­schen Kräf­te ge­brau­chen und aus­bil­den soll.“
Johannes Brahms

Die klas­si­sche Mu­sik ver­mag uns das Son­nen­tor zu un­se­rem Ich­be­wußt­sein zu öff­nen.
Da­bei er­schließt sie uns un­ser Selbst als den wah­ren Mu­sik­hö­rer und er­hebt uns in die Welt des tat­säch­li­chen Ton­schöp­fers.

Schon vom ers­ten Mo­ment an er­hö­hen wir beim Hö­ren wah­rer klas­si­scher Mu­sik die in­ner­mu­si­ka­li­sche Leis­tung un­se­res Den­kens; denn die ur­klas­si­sche Mu­sik er­weist sich uns als ein Pro­zeß, in wel­chem wir mit Hil­fe der klin­gen­den, tö­nen­den mu­si­ka­li­schen Ur­ele­men­te sys­te­ma­tisch un­se­ren Geist aus­lo­ten und da­bei in die tiefs­ten Tie­fen un­se­res Den­kens vor­drin­gen.

Hier sto­ßen wir dann im Fel­de tiefs­ter Ru­he – jen­seits von Raum und Zeit – auf ei­ne un­end­li­che Viel­falt fei­ner kos­mi­scher Schwin­gun­gen, wel­che sich nach ganz ei­ge­nen frei­en Ge­set­zen be­we­gen.

Er­rei­chen wir nun das Feld der Har­mo­nie, dann er­le­ben wir in uns selbst ei­nen un­er­meß­li­chen, in sich selbst klin­gen­den Schaf­fens­pro­zeß: wir er­ken­nen in uns selbst die ewi­ge Ur­quel­le der Ton­kunst.

Und wir wis­sen nun aus ganz per­sön­li­cher Er­fah­rung, wor­aus al­le gro­ßen Klas­si­ker ih­re un­sterb­li­chen Wer­ke schöpf­ten und schöp­fen.

Über das Komponieren:

„In sol­chen Au­gen­bli­cken spü­re ich, daß ich die Quel­le der un­end­li­chen und ewi­gen Kraft, aus der Sie und ich und al­le Din­ge her­vor­ge­hen, er­schlie­ße.“
Richard Strauss

Ha­ben wir erst ein­mal die­ses tö­nen­de Feld un­se­res rei­nen Le­bens er­schlos­sen, dann er­weist sich uns die klas­si­sche Ton­kunst als der gro­ße In­spi­ra­tor, die­ses vi­brie­ren­de kos­mi­sche tö­nen­de Ur­ge­sche­hen in der Tie­fe un­se­rer frei­en Ge­wis­sens­fel­der mit Hil­fe un­se­res frei­en Wil­lens ge­zielt zum deut­li­che­ren Tö­nen an­zu­re­gen: da­mit schließ­lich auch un­ser in­ne­rer Ge­hör­sinn wahr­neh­men kann, was jetzt nur un­ser In­tel­lekt, un­ser Ge­fühl und un­ser Ver­stand zu er­ken­nen ver­mö­gen.

Der Vor­gang des mu­si­ka­li­schen Trans­zen­die­rens – des ge­ziel­ten Ein­drin­gens in die Tie­fe der mu­si­ka­li­schen Kräf­te­fel­der – setzt in un­se­rem Be­wußt­sein kraft der mu­si­ka­li­schen Lo­gik den Me­cha­nis­mus des wirk­lich schöp­fe­ri­schen Kom­po­nie­rens in Funk­ti­on.

Er­fah­ren wir das all­um­fas­sen­de mu­si­ka­li­sche Kräf­te­feld der Har­mo­nie, dann er­lan­gen wir Selbst­er­kennt­nis, und un­ser Ich­be­wußt­sein öff­net auf ganz na­tür­li­che und spon­ta­ne Wei­se die in­ne­ren To­re sei­ner all­mäch­ti­gen Schöp­fer­kraft.
„Als ich mit den Ar­bei­ten an Rhein­gold im Jah­re 1853 be­gann, lag ich ge­ra­de im Bett. Mir war plötz­lich, als ver­sän­ke ich in ei­ner Was­ser­flut. Ich glaub­te, auf dem Grund des Rheins zu lie­gen. Ich spür­te und fühl­te, wie das bro­deln­de Was­ser über mich hin­weg­rausch­te. Die­se Emp­fin­dung nahm mu­si­ka­li­sche Ge­stalt im Es-Dur-Ak­kord an, der mit dem Kon­tra-Es in den Kon­trabässen ein­setzt. Ich emp­fand das Rau­schen des Rheins als ei­ne Fi­gu­rie­rung je­nes Drei­klangs, der un­auf­hör­lich und mit zu­neh­men­der Be­we­gung da­hin­wogt und 136 Tak­te lang un­ver­än­dert bleibt.

Ich be­fand mich im Zu­stand des Halb­schla­fes; beim Er­wa­chen er­kann­te ich so­fort, daß die­se Vi­si­on in­spi­riert war, daß mein Vor­spiel zu Rhein­gold in mei­nem in­ne­ren Be­wußt­sein Ge­stalt an­ge­nom­men hat­te. Dann be­griff ich das ei­gent­li­che We­sen mei­ner in­ners­ten Na­tur, be­griff, daß die­se Vi­si­on des rau­schen­den Was­sers sym­bo­lisch für mei­ne zu­künf­ti­gen mu­si­ka­li­schen Schöp­fun­gen sein soll­te, be­griff, daß der Strom mei­nes Le­bens aus mir selbst flie­ßen soll­te.“
Richard Wagner

Un­se­ren gro­ßen klas­si­schen Ton­schöp­fern war die­ses Phä­no­men des mu­si­ka­li­schen Trans­zen­die­rens schon von Ge­burt her be­kannt; so­mit be­deu­te­te für sie das Feld kos­mi­schen Den­kens durch­aus nichts Un­ge­wöhn­li­ches.

Je­doch ist die­ser re­a­le Ur­sprung der wah­ren klas­si­schen Mu­sik nicht nur dem Ge­nie ver­füg­bar – dem­je­ni­gen, wel­cher die Fä­hig­keit des mu­si­ka­li­schen Trans­zen­die­rens schon mit­bringt.

Son­dern mit Hil­fe der wahr­haft klas­si­schen Mu­sik und des mit ih­rem Hö­ren ver­bun­de­nen mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zes­ses kann und soll­te sich die au­then­ti­sche Er­fah­rung des wahr­haft ers­ten uni­ver­sa­len mu­si­ka­li­schen Ge­dan­kens auch ganz sys­te­ma­tisch dem ein­fa­chen Hö­rer, dem Mu­sik­lieb­ha­ber, dem Mu­si­ker und: dem Mu­sik­leh­rer er­schlie­ßen.


 

                                                                                
 

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982

 

 

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TEIL   XI
TEIL   XI
MITTELBARE UND UNMITTELBARE ERKENNTNISGEWINNUNG IN DER MUSIK
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
XI.
MITTELBARE UND
UNMITTELBARE
ERKENNTNIS-
GEWINNUNG
Uralte Wahrheiten
in der Musik
Das goldene
Erkenntnisnetz
der Musik
Das große musikalische Erfolgserlebnis
Die Erkenntnisorgane
im Prozeß
der musikalischen Wissensgewinnung
Notwendigkeit der neurophysiologischen Integration
Die Leistung
des Ichbewußtseins
im musikalischen Erkenntnisprozeß
Das systematische Üben des Ichbewußtseins in
der Selbstidentifikation
Einblick
in die Grundlage
der Tonkunst
Grundlagen
der modernen
Musikwissenschaft
Begrenztheit
der konventionellen Musikausbildung
Leistungssteigerung
des Intellekts
in der Musik
Die Eigenfunktion
des Intellekts als der wahre Tonschöpfer
Die Reise
zu den ewigen Quellen
der Musik
Die höchste menschenmögliche intellektuelle Leistung
Rechtschaffene, erfolgreiche Musikwissenschaft
Der Musikhörer
am Ursprung allen schöpferischen Denkens
Gezielte Leistungsentwicklung
im Bereich unserer Neurophysiologie
Der Musiker
und seine Umwelt
Die wahren Organe
der musikalischen Wahrheitsermittlung

 

 

 

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intelligence                 creativity                      harmony