Erhöhung
der
strukturellen
Dichte durch
die Koordination
von Gefühl und
Verstand
Die Leistung des
Ichbewußtseins
bei der
Leistungssteigerung des Intellekts
Unterschiedliche strukturelle Dichte
des Intellekts
Die strukturelle
Bandbreite
des Intellekts
vom Gefühl
zum Verstand
Ein ausgewogenes
Verhältnis zwischen
Vielfalt und Einheit
in der Musik
Ausgeglichene Funktion von
Gefühl und
Verstand beim
Tonschöpfer
Funktionstüchtig-
keit des Intellekts
in der Musik
Will unser Intellekt höhere Leistung erbringen, dann muß er sich strukturell verfeinern.
Hierzu ist die Koordination unseres Gefühls und unseres Verstandes von ausschlaggebender Bedeutung; und diese Koordination wird wiederum von unserem Ichbewußtsein durchgeführt.
Somit ist unser Ichbewußtsein für den Verdichtungsprozeß
und damit für die Leistungssteigerung unseres Intellekts verantwortlich und liefert die hierzu notwendigen Mittel.
Wie bei unserem Ichbewußtsein, so liegt auch innerhalb unseres Intellekts eine unterschiedliche strukturelle Dichte vor.
Wo bei unserem Intellekt dessen strukturelle Dichte geringer ist, dort erkennen wir unsere Verstandeskräfte das natürliche Differenzierungsvermögen unseres Intellekts in ihrer Funktion am deutlichsten; und von dorther strömt auch die erfrischende Kühle in unseren Geist ein und gibt unserem Denken die kristallklare musikalische Form.
Und wo bei unserem Intellekt die strukturelle Dichte größer ist, dort lokalisieren wir unsere Gefühlskräfte, unser natürliches Synthetisierungsvermögen, am deutlichsten.
Und von dorther strömt auch die belebende Wärme in unseren Geist ein und gibt unserem musikalischen Denken den schöpferischen Fluß.
Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen der Erkenntnis der Einheit und der Vielfalt eines Musikwerkes sowohl beim musikalischen Schaffensprozeß selbst als auch während des Musikhörens setzt beim Tonschöpfer während seines Schaffensprozesses ein ausgeglichenes Verhältnis seines Gefühls und seines Verstandes voraus: basiert also auf der Integration seines Intellekts.
Denn herrscht beispielsweise während des Musikschaffens beim Tondichter dessen Gefühl vor, so ist die Informationsdichte größer, und es besteht die Gefahr, daß wegen der zu großen Dichte vom Hörer eine innewohnende Vielfalt der Komposition nicht erkannt wird.
Dominiert jedoch während des Schaffensprozesses beim Tondichter dessen Verstand, so ist die musikalische Dichte des Werkes geringer, und der Aspekt der Vielfalt tritt gegenüber der Einheit in den Vordergrund.
Und so besteht die Gefahr, daß vom Hörer nicht die Einheit der Komposition erkannt wird.
Jede Art musikalischer Erkenntnis welche sich ja auf das Erfassen der musikalischen Gestaltungskräfte des Motivs, der Melodie, der Sequenz und der Harmonie gründet beruht einzig und allein auf der integrierten Funktionstüchtigkeit unseres Intellekts
.
© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982