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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Die musikalischen
Ordnungssysteme
als
Beschreibungsfelder der Wirklichkeit

 



Individuelle und
kosmische Wege
in der Musik

 

 

 



Der
Erkenntnisprozeß des Musikhörens

 

 

Das herkömmliche
wissenschaftliche Philosophiesystem und die Musik



Unterschiede
der philosophischen
Regeln

,Die Erkenntnisfelder
der musikalischen Darstellung



So stellt die Mu­sik den Er­kennt­nis­be­reich der Öko­lo­gie im Kräf­te­feld des mu­si­ka­li­schen Ton­raums dar, den Be­reich der in­di­vi­du­el­len Er­kennt­nis bil­det sie im Mo­tiv­raum ab, den Be­reich der so­zia­len Er­kennt­nis­welt er­klärt sie im mu­si­ka­li­schen Kräf­te­feld des Se­quenz­raums; aber auch in ei­nem über­ge­ord­ne­ten Sin­ne – wir wür­den viel­leicht sinn­vol­ler sa­gen, in ei­nem über­ir­di­schen Sin­ne – bil­det die Mu­sik die ge­sam­te voll­kom­me­ne Funk­ti­ons­wei­se der Na­tur im Raum der Har­mo­nie ab.

Die Mo­tiv­tech­nik be­schreibt die in­di­vi­du­el­le Ent­fal­tung, und der Aus­druck die­ser Be­schrei­bung ist die Me­lo­die.

So stellt die Me­lo­die den ganz in­di­vi­du­el­len Le­bens­weg dar, und wenn in der Po­ly­pho­nie vie­le Me­lo­dien gleich­zei­tig zur Ent­fal­tung ge­bracht wer­den und sich mit­ein­an­der ver­bin­den, dann mag es ge­sche­hen, daß der Hö­rer sei­nen per­sön­li­chen Le­bens­weg mit den in­di­vi­du­el­len Mo­tiv­ent­fal­tun­gen iden­ti­fi­ziert, weil er in ih­nen sein ei­ge­nes in­ne­res Ent­fal­tungs­po­ten­tial be­schrie­ben vor­fin­det.

Dann durch­läuft er im Pro­zeß sei­nes Mu­sik­hö­rens in­di­vi­du­el­le We­ge der Ent­fal­tung, viel­leicht so­gar kos­mi­sche We­ge der Ent­fal­tung oder so­gar uni­ver­sel­le We­ge der Ent­fal­tung, wel­che er – los­ge­löst von sei­ner äu­ße­ren An­re­gung durch die klas­si­sche Mu­sik – so leicht nicht be­schrei­ten wür­de, aus Angst, bei sich selbst und gar bei an­de­ren in den Ver­dacht zu ge­ra­ten, ver­rückt zu sein.

Das her­kömm­li­che wis­sen­schaft­li­che Phi­lo­so­phie­sys­tem hält sich fern und in mög­lichst gro­ßem Ab­stand von je­der Art un­ge­wohn­ter Spe­ku­la­tion und Über­le­gung.

Denn Un­ge­reimt­hei­ten sind hier auf der fla­chen Ebe­ne ver­ba­ler Ar­gu­men­ta­tio­nen zu leicht zu lo­ka­li­sie­ren.

Die klas­si­sche Mu­sik denkt über die Ge­reimt­heit im Sin­ne der simp­len Lo­gik über­haupt nicht nach; sie kon­zen­triert sich auf das zu er­rei­chen­de Ziel, und auf dem We­ge dort­hin ver­hält sie sich, wenn nö­tig, völ­lig un­kon­ven­tio­nell oder auch ir­real.


 

                                                                                
 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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TEIL   XII
TEIL   XII
ERKENNTNISWEG UND WAHRHEITSZIEL
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
XII.
ERKENNTNISWEG &
WAHRHEITSZIEL
Das Ideal der Wahrheits- verkörperung
Die Erkenntnisfelder
der musikalischen
Darstellung
Der musikalische
Erkenntnisweg

zur Lebensweisheit
und zum Lebensglück
Die absolute
Wahrheitsliebe

in der Musik

 

 

 

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