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Das Universum der musikalischen Tonräume
 
Mit der her­kömm­li­chen Spiel- und Auf­füh­rungs­pra­xis kann beim Hö­rer ein räum­lich-plas­ti­scher Ein­druck des im Fei­nen be­weg­ten Uni­ver­sums der mu­si­ka­li­schen Ton­räu­me nicht ent­ste­hen.

 
Lücken im kreativen Hören
 
Denn bei den heu­ti­gen Mu­sik­fach­leu­ten selbst ist die­ses in­ne­re kre­a­ti­ve Hö­ren nur bruch­stück­haft vor­han­den.

 
 
Aber ge­ra­de die le­ben­di­ge in­ne­re mu­si­ka­li­sche Be­we­gung in der Raum-Zeit-Ver­schmel­zung ist das ur­sprüng­li­che Flui­dum, wel­ches die ei­gent­li­che Welt der Mu­sik aus­macht.

 
 
Wenn auf­grund en­ger tech­no­kra­ti­scher Mu­sik­aus­bil­dung dem Hö­rer ei­ne sol­che macht­voll be­weg­te Welt der Ton­räu­me nicht er­öff­net wird, so ist Mu­sik nicht dar­ge­bracht; die in­ne­re Ge­stal­tungs­kraft des Kom­po­nis­ten ist nicht ge­nutzt; die „In­ter­pre­ta­ti­on“ hat ver­sagt; al­le Mü­hen in­stru­men­tel­ler und tech­ni­scher Art sind ver­ge­bens.

 
Enge, technokratische Musikausbildung
 
„Der Mensch ist frei geschaffen,
ist frei, und würd’ er in Ketten geboren.“

Friedrich Schiller


 
 
Et­wa um die Jahr­hun­dert­wen­de ging das kre­a­ti­ve Wis­sen über die in­ner­geis­ti­ge Mu­sik­ge­stal­tung selbst bei den Kom­po­nis­ten ver­lo­ren.

 
Verlust des kreativen Hörens
 
Als un­mu­si­ka­li­scher Er­satz ent­stand das in­tel­lek­tu­el­le Kon­zept der Zwölf­ton­kom­po­si­tion und dar­auf fol­gend spä­ter das­je­ni­ge der se­riel­len Kom­po­si­ti­ons­tech­nik – ei­nes rech­ne­risch ganz in­te­res­san­ten, aber völ­lig un­le­ben­di­gen Kon­zepts zum Mu­sik­schrei­ben – als gä­be es gar kein in­ne­res Hö­ren.

 
 
So war die Mu­sik ih­res in­ne­ren Le­bens­fun­kens be­raubt und konn­te des­halb auch nicht er­folg­reich sein (was die Ära der „zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik“ – der Avant­gar­de – hör­bar be­zeugt).

Ei­ne Rand­er­schei­nung die­ses Ver­lus­tes der in­ne­ren Di­men­si­on des kre­a­ti­ven Hö­rens ist die Pop-, Punk- und Beat­sze­ne – der un­glück­li­che Ruf der Kin­der nach der ver­lo­re­nen Mu­sik.

 
Ruf nach der verlorenen Musik
 
„Licht senden
in die Tiefe des menschlichen Herzens
– des Künstlers Beruf.“

Robert Schumann


 






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