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Die musikalische Laufbahn
 
Die mu­si­ka­li­sche Lauf­bahn be­ginnt in Wahr­heit dort, wo die Mu­sik be­ginnt.

 
Das Fundament des Musikstudiums
 
Wer wirk­lich Mu­sik ma­chen will, muß wis­sen, wie und wo sie ent­steht.

 
 
So ab­surd es er­schei­nen mag: selbst der größ­te Teil des­sen, was heu­te un­ter der Be­zeich­nung „klas­si­sche Mu­sik“ er­schallt, wird ohne fun­da­men­ta­le Sach­kennt­nis her­vor­ge­bracht.
Denn die of­fi­zi­el­len Mu­sik­aus­bil­dungs­an­stal­ten ha­ben kein Sys­tem, den Ent­ste­hungs­pro­zeß der Mu­sik wis­sen­schaft­lich zu un­ter­su­chen oder gar zu leh­ren.

 
Fundamentale Sachkenntnis
 
In der in­sti­tu­tio­na­li­sier­ten Mu­sik­bran­che wird der Ur­sprung der Mu­sik dort ge­se­hen, wo der Pro­zeß des tat­säch­li­chen Mu­sik­schaf­fens be­reits be­en­det ist.

 
 
Die Bio­gra­phien be­stä­ti­gen das wört­li­che Zeug­nis der gro­ßen Ton­dich­ter al­ler Zei­ten, daß kei­ner von ih­nen über ir­gend­ei­ne In­sti­tu­tion von au­ßen her das Kom­po­nie­ren er­lern­te.

 
Das Zeugnis der großen Tonkünstler
 
Ja häu­fig wur­den sie aus Grün­den ih­rer Ge­ring­schät­zung der nur ober­fläch­li­chen Stan­dard­mu­sik­aus­bil­dung vom of­fi­zi­el­len Stu­di­um aus­ge­schlos­sen.

 
 
Des­halb ver­mit­tel­ten sich die gro­ßen Ton­dich­ter der Mensch­heit in al­ler Stil­le die Lie­be zur Mu­sik und die Tech­nik des Kom­po­nie­rens – un­mit­tel­bar – ohne das Zwi­schen­glied ei­ner Lehr­in­sti­tu­ti­on.

 
Die großen Tondichter als freie, unabhängige Lehrer
 
Da­mit war ver­ständ­li­cher­wei­se die rei­ne Mu­sik­wis­sen­schaft ei­ne ge­hei­me Wis­sen­schaft, in wel­cher sich nur we­ni­ge aus­kann­ten – näm­lich die gro­ßen Kom­po­nis­ten selbst.

 
Die geheime Wissenschaft
 
Von der Ge­burt her schien es be­stimmt, wer ihr Schü­ler war und das Wis­sen über das Mu­sik­schaf­fen mit den Mit­teln sei­ner ei­ge­nen Zeit an die ei­ge­ne Ge­ne­ra­tion wei­ter­lei­te­te.

 
 
Ir­gend­wann in sei­nem Le­ben, selbst un­ter dem Ein­druck ei­ner küm­mer­li­chen Dar­bie­tung ei­ner gro­ßen Kom­po­si­ti­on, rei­nig­te solch ein jun­ger Mensch in sei­nem In­nern das Werk von den Män­geln der In­ter­pre­ta­tion und er­leb­te dann den­noch die voll­kom­me­ne per­sön­li­che Auf­füh­rung.

 
Die vollkommene, persönliche Aufführung
 
Sol­ches ge­dank­li­ches Über­ar­bei­ten be­deu­te­te das Weg­strei­chen des In­ter­pre­ta­ti­ons­an­teils und das Er­ken­nen der kom­po­si­to­ri­schen Sub­stanz.

 
Die schöpferische Substanz
 
Nach ei­ni­ger Übung hat­te der ge­hei­me be­gab­te Schü­ler auf die­se Wei­se das kom­po­si­to­ri­sche hand­werk­li­che Kön­nen vom gro­ßen Ton­dich­ter über­nom­men.

 
Der geheime Schüler
 
Und so war das Fun­da­ment für sei­ne ei­ge­ne mu­si­ka­lisch-schöp­fe­ri­sche Auf­ga­be ge­legt.

 






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