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Das schöpferische Handwerk
 
Bei sol­chem Er­ar­bei­ten des kom­po­si­to­ri­schen Hand­werks geht es sub­stan­ti­ell um ei­ne Stei­ge­rung der in­ne­ren mensch­li­chen Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und da­mit um ein deut­li­che­res Er­ken­nen der in­ne­ren Wirk­lich­keit der Mu­sik – un­ter der lie­be­vol­len Füh­rung des gro­ßen Ton­dich­ters, der viel­leicht aus der Sicht des Ge­schichts­schrei­bers zu ei­ner ganz an­de­ren Zeit ge­lebt hat, für sei­nen in der In­tui­tion mäch­ti­gen Mu­sik­schü­ler aber voll­stän­dig ge­gen­wär­tig ist.

 
Erkennen der musikalischen Wirklichkeit
 
Die in­ne­re Kraft, die der Mu­sik­stu­die­ren­de be­nö­tig­te, um die Kom­po­si­tion in ih­rer ur­sprüng­li­chen voll­kom­me­nen Ge­stalt her­aus­zu­ar­bei­ten, schöpf­te er ein­zig und al­lein aus sei­ner ei­ge­nen Lie­be zur Mu­sik, aus sei­ner in­di­vi­du­el­len Lie­be zum Le­ben, aus sei­ner per­sön­li­chen Lie­be zum Men­schen.

 
Innere Kraft des Musikstudierenden
 
Wenn der Mu­sik­stu­die­ren­de die in­ter­pre­ta­to­ri­schen Un­voll­kom­men­hei­ten her­aus­zu­fil­tern ver­stand und die Es­senz des Mu­sik­werks in ih­rer Rein­heit er­faß­te, dann war er dort an­ge­langt, wo die Mu­sik be­ginnt.

 
Der große persönliche Freund
 
Hier emp­fand er den gro­ßen Ton­dich­ter, der ihn mit die­sem Werk be­schenkt hat­te, als sei­nen ganz per­sön­li­chen Freund.

 
 
Und in­te­res­san­ter­wei­se ge­lingt ei­nem sol­cher­ma­ßen Ler­nen­den in ei­nem sol­chen Au­gen­blick ein ganz per­sön­li­ches Zwie­ge­spräch mit der kre­a­ti­ven Ge­stalt des „ehe­ma­li­gen“ gro­ßen Ton­künst­lers.

 
 
So fand der we­sent­li­che Mu­sik­un­ter­richt statt; so wur­de die ge­hei­me Wis­sen­schaft des Kom­po­nie­rens wei­ter­ge­ge­ben, die in der Frei­heit ih­rer Mit­tel wie art­fremd au­ßer­halb der kon­ven­tio­nel­len Mu­sik­aus­bil­dungs­stät­ten oder auch in völ­li­ger Ver­schwie­gen­heit in­ner­halb der gro­ßen Mu­sik­an­stal­ten bis­her die Mu­sik am Le­ben er­hielt.

 
Der eigentliche Musikunterricht
 
Um die­ses in­ne­re Leucht­feu­er des mu­si­ka­li­schen Ge­bens und Neh­mens, des ur­sprüng­li­chen mu­si­ka­li­schen Op­fers, bil­de­te sich dann erst der „Rauch“ mu­si­ka­li­scher Be­trieb­sam­keit, wie wir die­se in der heu­ti­gen Mu­sik­pra­xis vor­fin­den.

 
 
Den hel­len Schein die­ses Leucht­feu­ers der mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis wol­len wir nun un­ter dem As­pekt mu­sik­wis­sen­schaft­li­cher Un­ter­su­chung ge­nau­er be­trach­ten und aus sei­nem viel­far­bi­gen Schein die Kom­po­nen­ten des Mu­sik­schaf­fens in un­ser Be­wußt­sein rü­cken.

 
Morgendämmerung der Musik






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