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Motiverkenntnis
 
Das Er­ken­nen der dem mu­si­ka­li­schen Mo­tiv zu­grun­de­lie­gen­den Idee gleicht ei­nem Im­puls der Be­wußt­wer­dung im Le­ben.

 
Funktion des Motivs
 
Denn hier macht der Hö­rer die Er­fah­rung, wie ei­ne na­tür­li­che an­ge­bo­re­ne in­ne­re mensch­li­che Fä­hig­keit ei­ne künst­lich auf­ge­setz­te geis­tig-see­li­sche Be­grenzt­heit wi­der­stands­los durch­dringt.

 
 
Wenn zum Bei­spiel je­mand über ei­nen an­de­ren Men­schen schlecht denkt und ihn we­gen ir­gend­ei­ner Hal­tung ab­lehnt, dann ver­mag ihm trotz­dem die Idee zu kom­men: „Ach, was für ei­nen net­ten Ge­sichts­aus­druck er doch hat!“

 
Flexibilität der Gesinnungskräfte
 
Da­bei er­kennt der Be­trach­ter, daß der po­si­ti­ve Ge­dan­ke an den net­ten Ge­sichts­aus­druck des an­de­ren in ihm selbst ei­ne auf­bau­en­de Wir­kung her­vor­ruft, wäh­rend der vor­he­ri­ge ne­ga­ti­ve Ge­dan­ke auf ihn sel­ber ei­nen zer­stö­re­ri­schen Ein­fluß aus­üb­te.

 
Die Wirkung des Gedankens auf den Denkenden
 
Die­se prak­ti­sche in­di­vi­du­el­le Er­kennt­nis über die Wir­kung ei­nes Ge­dan­kens auf die ei­ge­ne Per­son ver­setzt den Hö­rer in die La­ge, sein in­ne­res We­sen si­cher im Pro­zeß der Evo­lu­tion zu ver­an­kern, sei­ne Per­sön­lich­keit durch klu­ge, selbst­stär­ken­de Ent­schei­dun­gen sys­te­ma­tisch auf­zu­bau­en und hier­auf ge­grün­det sei­nen ei­ge­nen Cha­rak­ter zu bil­den.

 
Grundlagen der inneren Motivgestaltung
 
So lernt der den­ken­de Mensch zu­guns­ten sei­nes ei­ge­nen in­ne­ren Wachs­tums und gleich­zei­tig zu­guns­ten ei­ner po­si­ti­ven Wir­kung auf sei­nen Nach­barn zu ent­schei­den.

 
Koordination des inneren Wachstums mit der Umgebung
 
Sol­cher Me­cha­nis­mus in­ne­rer Kre­a­ti­vi­tät wird in der klas­si­schen Kom­po­si­tion von der Mo­tiv­tech­nik be­schrie­ben.
Er lie­fert dem Hö­rer die In­spi­ra­ti­on, das Mit­tel sei­ner in­ne­ren Cha­rak­ter­bil­dung selbst zu hand­ha­ben, sich aus ei­ge­ner Kraft mit Hil­fe im­mer hö­he­rer Wert­vor­stel­lun­gen in die Ge­fil­de des Schö­nen em­por­zu­schwin­gen und ver­jün­gend in die Welt zu strah­len.

 
Die musikalische Ausstrahlung des Tonkünstlers
 
Hier er­öff­net der In­tel­lekt im­mer hö­he­re Le­bens­qua­li­tä­ten in im­mer hö­he­ren Ord­nun­gen und ent­wi­ckelt so beim Hö­rer das na­tür­li­che ge­sun­de Ur­teils­ver­mö­gen von Ge­fühl und Ver­stand.

 
Entwicklung des natürlichen gesunden Urteilsvermögens






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