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Die Melodie
 
Die Se­quenz ist der in­ne­re Atem der Mo­ti­ve, und so ist sie auch der in­ne­re Atem der Me­lo­die.

 
Der innere Atem der Motive
 
Die Se­quenz ist die­je­ni­ge Kraft, wel­che von in­nen her­aus die Mo­tiv­as­pek­te in ih­rer Viel­falt als Me­lo­die er­hält.
Wenn die Mo­tiv­ele­men­te der Me­lo­die aus­ein­an­der­zu­fal­len dro­hen – was die Le­bens­be­schrei­bung des Mo­tivs aus­ein­an­der­rei­ßen wür­de –, dann ver­bin­det die Se­quenz die mu­si­ka­li­schen Wo­gen um so macht­vol­ler.

 
Die Kraft der Erhaltung in der musikalischen Motiventfaltung
 
Wenn sich das Mo­tiv auf sei­nen in­di­vi­du­el­len Le­bens­weg be­gibt und sich des­halb zur Me­lo­die er­wei­tert, so liegt dies an der na­tür­li­chen Ge­stal­tungs­kraft der Se­quenz, wel­che von in­nen her das Mo­tiv mit den har­mo­ni­sie­ren­den Qua­li­tä­ten der Freu­de durch­flu­tet.

 
Entstehung der Melodie
 
Die kom­po­si­to­ri­schen Re­geln, nach de­nen die Se­quenz das Mo­tiv auf sei­nem Le­bens­weg, in der Me­lo­die, ge­lei­tet, nennt man in der Mu­sik Se­quenz­tech­nik.

 
Sequenztechnik
 
Für den Hö­rer ist die Me­lo­die sei­ne per­sön­li­che Rei­se durch die Wel­ten der Mo­ti­ve.
Da­bei er­scheint ihm die Me­lo­die als ei­ne um­fas­sen­de­re Form des Mo­tivs, als der viel­fäl­ti­ge­re Aus­druck des Mo­tivs.

 
Die persönliche Reise des Musikhörers
 
Ih­rer Na­tur nach ist die Me­lo­die nicht et­wa ei­ne Sum­me von Mo­ti­ven, son­dern sie ist voll­stän­dig aus ei­nem Mo­tiv er­wach­sen, so wie ein Baum aus ei­nem Sa­men­korn he­raus­wächst.

 
Der Wachstumsprozeß des Motivs
 
Ei­ne Sum­me von Mo­ti­ven bil­det des­halb noch kei­ne na­tür­lich ge­wach­se­ne Me­lo­die, son­dern sie ent­spricht ver­gleichs­wei­se ei­nem künst­lich zu­sam­men­ge­setz­ten Baum.

 
Das Ganze der Melodie ist mehr als die Summe der Motivteile






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